Erdsondenbohrung: Tiefenbohrung für Erdwärmepumpen

Die Erdsondenbohrung ist die Grundlage jeder Erdwärmepumpe. Übliche Tiefe 80-150 Meter, Kosten 8.000-15.000 Euro (im EFH-Komplettpreis enthalten). Wassserschutzbehörde-Genehmigung erforderlich. Besonders in der Schweiz mit den umfangreichen kantonalen Förderprogrammen wirtschaftlich.

So funktioniert der Wärmepumpen-Vergleich auf Heimcheck

Unser Wärmepumpen-Rechner hilft Ihnen bei der Auswahl der passenden Wärmepumpe. In 3 Minuten erhalten Sie einen Überblick zu Kosten, Förderung und Installateuren.

Mehr Informationen unter Wärmepumpen oder den länderspezifischen Hubs: Deutschland, Österreich, Schweiz.

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Bedarf eingeben

Wir fragen die wesentlichen Eckdaten Ihrer geplanten Wärmepumpe ab.

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Gebäudedaten erfassen

Wohnfläche, Baujahr, Heizflächen und bestehende Heizung.

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Bauart-Wunsch

Luft-Wasser, Erdwärme oder Hybrid – oder offen lassen für Empfehlung.

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Anbieter-Vergleich

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Erdsondenbohrung – Ablauf und Voraussetzungen

Die Erdsondenbohrung erfolgt in diesen Schritten:

💰
Investitionskosten

Bei Erdsondenbohrung sind die Gesamtkosten der wichtigste Faktor – inklusive Anlage, Installation und Pufferspeicher.

🏛️
BAFA-Förderung 70 %

Grundförderung 30 % + Speed-Bonus 20 % + Einkommens-Bonus 30 %. Mehr unter WP-Förderung 2026.

Stromverbrauch

3.000-5.000 kWh/Jahr für EFH × 25-30 ct/kWh = 750-1.500 € Heizkosten. Mehr unter WP-Stromverbrauch.

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Jahresarbeitszahl

JAZ 3,5-4,5 typisch. BAFA-Förderung verlangt JAZ ≥ 3,0. Mehr unter JAZ.

☀️
PV-Kombination

Mit Photovoltaik steigt die Wirtschaftlichkeit massiv. Mehr unter WP mit PV.

🛠️
Wartung & Service

150-300 €/Jahr Wartungskosten. 20+ Jahre Lebensdauer. Mehr unter WP-Wartung.

Erdsondenbohrung: Ablauf, Kosten und Genehmigung im Detail

Die Erdsondenbohrung ist die Voraussetzung für Erdwärmepumpen. Diese Übersicht zeigt Ablauf, Kosten und Genehmigung 2026:

🕳️
Bohrtiefe und Sonden

80–150 m Tiefe, U-Sonde aus Polyethylen. Faustregel: 12–15 m pro 1 kW Heizleistung. Bei 8 kW WP: 100–120 m total (oft als 2 Bohrungen). Sonden-Lebensdauer: 100+ Jahre.

💰
Bohrkosten

50–100 € pro Bohrmeter. Bei 100 m Bohrtiefe: 5.000–10.000 € reine Bohrung. Plus Sole-Befüllung + Verpressung: 2.000–3.000 €. Gesamt: 8.000–15.000 €. Im WP-Komplettpreis enthalten.

🏛️
Wasserbehörde-Genehmigung

Pflicht. Antrag beim Landratsamt / Wasserbehörde. Dauer 4–8 Wochen. Kosten 200–800 €. Antrag stellt Bohrunternehmen. Nicht möglich in Wasserschutzzonen II/III.

📅
Bohr-Ablauf (1–3 Tage)

Tag 1: Bohrgerät anliefern, Probebohrung. Tag 2: Tiefenbohrung. Tag 3: Sole-Sonde einbringen, Verpressung mit Bentonit-Mischung. Bei zwei Bohrungen: 2–3 Tage extra.

🌍
Lebensdauer und Wartung

Polyethylen-Sonden 100+ Jahre wartungsfrei. Sole-Befüllung muss alle 30–50 Jahre erneuert werden. Sehr langlebige Investition – Kosten amortisieren sich mehrfach.


⚠️
Geologische Bedingungen

Bohrung leichter in Festgestein (Granit, Kalkstein) – stabile Bohrlochwand. Bei Lockergestein (Sand, Kies): aufwendigeres Verpressen, höhere Kosten.

🔍
Vorab-Check

Bodengutachten über Geologisches Landesamt (200–500 €). Standortprüfung auf Wasserschutzzone-Status. Pumpversuch bei Wasser-Wasser-WP zusätzlich.

💡
Alternative Flächenkollektor

200–400 m² Garten in 1–2 m Tiefe, 6.000–10.000 € günstiger als Tiefenbohrung. Vorteile: keine Tiefenbohrung-Genehmigung. Nachteile: viel Garten verbraucht, niedrigere Effizienz.

Wärmepumpen-Bauarten im Vergleich

Drei Bauarten – jede mit anderen Stärken. Diese Übersicht zeigt wann sich welche lohnt:

💨
Luft-Wasser-Wärmepumpe
  • ✅ Häufigste Bauart (80 %+)
  • ✅ Keine Bohrung nötig
  • ✅ Schnelle Installation
  • ✅ JAZ 3,0-4,0
  • ⚠️ Außengerät sichtbar

Ideal für: Neubau und Standard-Einfamilienhäuser.

🌍
Erdwärmepumpe
  • ✅ Höchste Effizienz JAZ 4-5
  • ✅ Niedrigste Stromkosten
  • ✅ Stabile Performance
  • ⚠️ Bohrung + Genehmigung
  • ⚠️ Hohe Investition

Ideal für: Neubau mit langfristiger Wirtschaftlichkeit.

🔄
Hybrid-Wärmepumpe
  • ✅ Niedrigere Investition
  • ✅ Ideal für Altbau
  • ✅ Bestehende Heizung als Backup
  • ⚠️ Weiter Gas/Öl-Abhängigkeit
  • ⚠️ Niedrigere Förderung

Ideal für: Altbau-Sanierung ohne komplette Heizungs-Erneuerung.

Wie genau ist der Wärmepumpen-Rechner?

Unser Wärmepumpen-Rechner erreicht bei vollständigen Angaben typischerweise eine Abweichung von 5 bis 15 % vom realen Endpreis. Aktuelle BAFA-Förderdaten, regionale Marktpreise und Anlagentyp fließen automatisch ein.

Mehr unter Wärmepumpen und den Hub-Seiten Deutschland, Österreich, Schweiz.

🎯
5 bis 15 % Abweichung

Bei Standardgebäuden mit vollständigen Angaben zu Wohnfläche und Heizflächen.

📊
15 bis 25 % Abweichung

Bei Sonderdächern, Denkmalschutz oder komplexen Sanierungs-Situationen.

⚠️
> 25 % möglich bei…

Mehrfamilienhäusern, ungewöhnlicher Heizungstechnik oder Sonderanlagen.

Verwandte Wärmepumpen-Themen

Mehr Informationen zu Erdsondenbohrung und verwandten Themen:

🏡
Einfamilienhaus

Standard 8-12 kW Heizleistung. Mehr unter WP Einfamilienhaus.

💨
Luft-Wasser-WP

Standard-Bauart mit 80 % Marktanteil. Mehr unter Luft-Wasser.

🌍
Erdwärmepumpe

Höchste Effizienz, höchste Kosten. Mehr unter Erdwärme.

☀️
WP mit Photovoltaik

Solarstrom direkt zur Wärme. Mehr unter WP mit PV und Solaranlagen.

🏛️
BAFA-Förderung 2026

Bis zu 70 % Zuschuss. Mehr unter WP-Förderung.

🏘️
Wärmepumpe im Altbau

Auch ohne Komplett-Sanierung möglich. Mehr unter WP Altbau.

Wärmepumpe planen – Schritt für Schritt

In weniger als 5 Minuten zur passenden Erdsondenbohrung. So funktioniert der Heimcheck-Wärmepumpen-Vergleich:

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Häufige Fragen zu Erdsondenbohrung

Die häufigsten Fragen rund um Erdsondenbohrung – verständlich beantwortet.

Eine Erdsondenbohrung ist eine Tiefenbohrung 80–150 m, in die eine U-Sonde aus Polyethylen eingelassen wird. Eine Sole-Mischung zirkuliert durch die Sonde, nimmt Erdwärme (8–12 °C konstant) auf und führt sie zur Wärmepumpe. Voraussetzung für Erdwärmepumpen-Betrieb.

50–100 € pro Bohrmeter. Bei 100 m Bohrtiefe: 5.000–10.000 € Bohrung. Plus Sole-Befüllung + Verpressung: 2.000–3.000 €. Gesamtkosten 8.000–15.000 €. Im WP-Komplettpreis enthalten (32.000–48.000 € für Erdwärmepumpe).

Ja, zwingend. Wasserrechtliche Genehmigung bei der unteren Wasserbehörde des Landratsamts. Dauer: 4–8 Wochen. Kosten 200–800 €. Antrag stellt das Bohrunternehmen. Nicht möglich in Wasserschutzzonen II/III.

Faustregel: 12–15 m pro 1 kW Heizleistung. Bei 8 kW WP: 100–120 m total. Tiefere Bohrung = höhere Effizienz (Erdtemperatur konstanter). Bei begrenztem Budget: zwei Bohrungen statt einer tieferen. Standard ist 80–150 m Bohrtiefe.

1–3 Tage Bohrung. Tag 1: Bohrgerät anliefern + Probebohrung. Tag 2: Tiefenbohrung. Tag 3: Sole-Sonde einbringen + Verpressung. Bei 2 Bohrungen: 2–3 Tage extra. Vor Bohrung 4–8 Wochen Genehmigung abwarten.

Erdsonde selbst wartungsfrei – Polyethylen-Rohre halten 100+ Jahre. Sole-Befüllung: alle 30–50 Jahre prüfen + ggf. erneuern. Sehr langlebige Investition – Kosten der Bohrung amortisieren sich über mehrere WP-Generationen.

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